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Skimming

Details

Mit Skimming ist das Abfangen der auf dem Magnetstreifen gespeicherten Zugangsdaten gemeint.

Bei Bank- oder Kreditkarten sind die für die Transaktionen erforderlichen Daten sowohl auf dem Chip auf der Vorderseite der Karte als auch im Magnetstreifen auf der Rückseite der Karte gespeichert.

Lesegeräte für Magnetstreifen kann man sowohl legal im Computerhardware als auch Elektronikhandel erwerben. Es gibt zum Beispiel auch Kartenlesegeräte, die in Computertastaturen eingebaut sind. Ebenso ist es möglich, Rohlinge mit Magnetstreifen zu erwerben. Sowohl mit regulären Kartenlesegeräten, als auch umgebauten Geldautomaten, Türöffnern, sowie Bezahlterminals im Einzelhandel oder Gastronomie ist es möglich, die Daten vom Magnetstreifen auszulesen, um sie im Anschluss zum Klonen der Karte nutzen zu können.

Der Datendieb benötigt dann lediglich noch die Geheimnummer. Wenn Sie sich angewöhnt haben, in der Bank zu kontrollieren, dass man die Nummer nicht mitlesen kann, sollten Sie diese Sicherheitsvorkehrung erst Recht anwenden, wenn Sie beim Einzelhandel, in Tankstellen, etc. mit Karte bezahlen. Wenn Sie Pech haben, war das Terminal selbst manipuliert, so dass man die von Ihnen eingegebene Zahlenfolge wieder aufrufen kann.

Einen guten Einstieg in die Thematik bietet der Artikel auf Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Skimming_%28Betrug%29

Sehen Sie sich die Bilder an, die das BKA veröffentlicht hat. Speziell die Fotos der manipulierten Geldautomaten sind eindrucksvoll.

Wenn Sie vermuten, ein Opfer von Skimmig geworden zu sein, ist es wichtig, umgehend die Polizei einzuschalten und die Karte sperren zu lassen.

Die Problematik für Geschädigte liegt darin begründet, dass die Abhebungen zumeist im Ausland und zeitversetzt erfolgen.

Der Geschädigte hat sodann die Beweislast dafür, dass er seine Bankdaten nicht an Dritte herausgegeben hat. Nur wenn er diesen Beweis mit hinreichender Sicherheit führen kann, wird die Bank ihn entschädigen müssen.