Rechtsanwaltskanzlei  Jens Schneider   Hanauer Landstraße 126-128 15. Stock  60314 Frankfurt am Main

Kapitalanlagerecht  Versicherungsrecht  Verbraucherrecht

Kosten

Details

Zum allgemeinen Verständnis:

Ob und welche Kosten ein Rechtsanwalt abrechnen darf, sind im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelt.

Das RVG selbst ist leider recht kompliziert, da eine Vielzahl der vorhandenen Definitionen Hintergrundwissen erfordert. Ich möchte dennoch den Versuch unternehmen, die Eckdaten kurz darzulegen.

Während in Bußgeld- und Strafsachen betragsmäßig festgelegte Gebühren für bestimmte Handlungen (z.B. die Wahrnehmung eines Gerichtstermins) geregelt sind, werden Streitigkeiten im Zivilrecht und Verwaltungsrecht basierend auf dem Gegenstandswert der Sache und einem Multiplikator für bestimmte Handlungen abgerechnet.

So ist z.B. geregelt, dass bei einem Streitwert von 5000 Euro die einfache Gebühr (1,0-facher Satz) 303,00 Euro beträgt. Für die Einreichung einer Klage ist dann geregelt, dass der Rechtsanwalt für die Klageschrift und den gesamten Schriftverkehr im Klageverfahren, egal wie lange sich das Verfahren hin zieht und wie viele Schriftsätze angefertigt werden müssen, eine 1,3-fache Gebühr erhält, also  393,90 Euro netto, ggf. abzüglich von außergerichtlich entstandenen Gebühren, sofern solche angefallen sind.

Zusätzlich bestehen Pauschalen, in denen geregelt ist, wie Fahrtkosten, Kopierkosten, etc. berechnet werden können.

Welcher Streitwert angemessen ist, kann schwierig zu ermitteln sein, da hier das persönliche Interesse am Ausgang des Verfahrens eine Rolle spielt. So kann die Entfernung eines Schufa-Eintrages mit 5.000,00 Euro, mit 2.500,00 Euro oder auch mit 1 Mio Euro veranschlagt werden, sofern der Eintrag dazu führt, dass der betroffenen Person ein hoher Schaden entsteht (der Millionenschaden soll in einem Verfahren vor dem LG Berlin einer Investorin gedroht haben, bei der eine Baufinanzierung durch den Eintrag gefährdet war).

Mittlerweile lässt das RVG auch grundsätzlich die Abrechnung auf Stundenbasis zu, wobei für die gerichtliche Tätigkeit Einschränkungen bestehen.

Ebenfalls ist es mittlerweile - als Ausnahme - möglich, Erfolgshonorare zu vereinbaren, wobei aber auch hier einschränkende Regeln gelten.

Da mir bewusst ist, dass die Kosten für Sie von entscheidender Bedeutung sind, biete ich grundsätzlich an, ein erstes telefonisches Sondierungsgespräch kostenfrei zu führen, da es im Regelfall auch für mich sinnvoll ist, mir einen Überblick darüber zu verschaffen, ob ich tätig werden kann und welche Informationen ich für meine Tätigkeit benötige. 

Hiervon abgesehen sind die Kosten einer Erstberatung für Verbraucher auf 190 Euro, zzgl. gegebenenfalls entstandener Auslagen und Mehrwertsteuer beschränkt.