Rechtsanwaltskanzlei  Jens Schneider   Hanauer Landstraße 126-128 15. Stock  60314 Frankfurt am Main

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Brexit - was ändert sich

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Die Briten haben sich gegen die EU entschieden. Bereits wenige Stunden nach der Abstimmung sind die Börsenkurse stark gefallen. Das britische Pfund ist ebenfalls stark abgesunken. 

Welche mittel- und langfristigen Auswirkungen der Brexit haben wird, ist meines Erachtens noch nicht absehbar. 

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen gibt unter folgendem Link zunächst eine Entwarnung:

http://www.vzbv.de/pressemitteilung/brexit-auswirkungen-auf-verbraucher

Die Verbraucherzentrale führt aus, die Abstimmung selbst führe nicht zu unmittelbaren Änderungen. In einem weiteren Beitrag wird ausgeführt, die Einlagensicherung für Sparguthaben greife, z.B. für Kunden der Royal Bank of Scotland. 

http://www.verbraucherzentrale.de/geldanlage-nach-dem-brexit

Bereits in dem Bericht wird jedoch darauf verwiesen, die Höhe der Einlagensicherung sei dort auf 75.000 GBP begrenzt, was aktuell wegen des gefallenen Börsenkurses nicht 100.000 Euro entspreche. 

Ich werde versuchen, Sie aktuell mit weiteren Berichten und Einschätzungen zu versorgen, möchte jedoch darauf hinweisen, dass ich für Fremdeinschätzungen keine Gewähr der Richtigkeit übernehmen kann. Sollten Sie konkrete Fragen haben, lassen Sie sich zu Ihren Fragen konkret, möglichst in Schriftform beraten. 

Razzia bei der S&K Gruppe

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In Rundfunk und Presse wird aktuell über groß angelegte Razzien gegen Objekte der S&K Gruppe berichtet. Nach Informationen der Wirtschftswoche erging Haftbefehl gegen sechs mutmaßliche Haupttäter, unter anderen die beiden Gründer der S + K Gruppe Stephan Schäfer und Jonas Köller.

Die Staatsanwaltschaft soll 130 Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt und haben und bevollmächtigt sein, einen dreistelligen Millionenbetrag festzusetzen. 

Die Wirtschaftswoche hatte bereits im Januar darüber berichtet, die S + K Gruppe werbe mit Immobilien, die sie tatsächlich nicht besitze. Die Staatsanwaltschaft geht derzeit dem Verdacht eines planmäßig angelegten Betrugs in Form eines Schneeballmodells nach. Nach Schätzungen der Staatsanwaltschaft soll der Schaden im dreistelligen Millionenbereich liegen. 

Nach der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft sollen "Die betrügerisch erlangten bzw. veruntreuten Anlegergelder ... hauptsächlich für den extrem aufwändigen und exzessiven Lebensstil der Beschuldigten, für die Anschubfinanzierung, den Aufbau und die hohen laufenden Kosten von eigenen und verbundenen Unternehmen sowie für zweckwidrige Objektfinanzierungen verwendet worden sein." 

Mit den Werbeversprechen, die noch im Jahr 2011 auf der Internetseite der S + K Holding (www.sk-holding.de) veröffentlicht wurden, lässt sich dies nicht in Einklang bringen:

"Unser Konzept
Anlagenziele: Durch Immobilien aus Zwangsversteigerungen und Forderungspakete aus Insolvenzen
Angesehener Immobilien An- und Verkaufsexperten als Fondspartner
Bundesweiter Zugang zum Markt für erfolgversprechende Objekte vor und während Zwangsversteigerungen
Makel- und Lückenlose Leistungsbilanz unseres Fondspartners
Sehr Starke Erlösprognose mit erweitertem Erfolgspotenzial
Besicherung durch Grundbucheinträge

Beteiligungsangebot der S&K
Kurze Laufzeit: nur 5 Jahre ab Fondsschließung
garantiert 10 % Ausschüttung pro Jahr / Auszahlung 2,5 % im Quartal
7 % prognostizierter netto Vermögenszuwachs pro Jahr
145 % prognostizierter Gesamtrückfluss nach Steuern und Abgaben im Basis-Szenario
Die Einkünfte unterliegen der gesetzl. Abgeltungssteuer und Solidaritätszuschlag in der Höhe von 26,375%
die Mindestbeteiligung beträgt: Euro 5.000,-

 S&K als Fondspartner 
Die beiden Unternehmensgründer, Stephan Schäfer und Jonas Köller sind auch heute noch Inhaber und als Geschäftsführer tätig.
Die beiden Experten für Immobilienhandel sind seit dem Jahr 2001 in dem Bereich "Zwangsversteigerungen" tätig. 
Im Jahr 2007 haben die Unternehmer ihren
1. Immobilienfonds durch ein renomiertes Emmisionshaus auflegen lassen. Dieser glänzt durch makellose Reputation sowie Sonderausschüttungen."

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